Heute wurden drei gesunde Bäume im Park gefällt, die erst vor etwa 10 Jahren neu gepflanzt wurden. Die komplette westliche Seite soll eingezäunt werden, etwa ein Viertel soll mit Sandaufschüttungen zu einem Kleinkinderspielplatz gemacht werden.
Die Genehmigung für das Projekt durch den Rat der Stadt ist erst am 13. Februar 2020 geplant. Das Gesamtprojekt sollen mit einem Kostenaufwand von 200 000 Euro durchgeführt werden. Die versprochene Information der Anwohner steht noch aus, ob die Eltern des Kindergartens informiert werden ist nicht bekannt.
Am 13.1.2020 wurde in der Bezirksverordnetenversammlung übr das Projekt:
Neuanlage Spielplatz Weindorfstraße/Wembkenstraße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Soziale Stadt Gelsenkirchen-Rotthausen
Hier wurde laut Protokoll „einstimmig“ dem Projekt zugestimmt, obwohl Enthaltungen vorlagen. Eine Vetreterin des Projekts „Soziale Stadt Gelsenkirchen Rotthausen“ trug das Projekt vor.
Das Thema Altlasten und kommen Kinder damit in Berührung wurde diskutiert. Nach kurzer Diskussion der möglichen Gefahren für Kinder wurde das Projekt genehmigt. Allderdings war es bei dem Altlasten-Thema einigen Mitgliedern doch etwas mulmig und es wurde deshalb beschlossen, das der zuständige Altlasten-Gutachter bei der nächsten Sitzung noch einmal vor dem Gremium vorträgt. Von der Verantwortung für die Projektgenehmigung kann man sich nicht durch einen Gutachter entledigen.
Der Hauptinitiator des Plans – der Vorsitzende des selbsternannten „Bürgervereins Rotthausen“ (siehe http://www.rotthausen.de ) – auf der Altlastenfläche 52.304 kleiner Park zwischen Wembken- und Weindorfstr einen Spielplatz zu errichten, ging sichtlich erfreut nach der Abstimmung aus dem Sitzungssaal.
Mitten auf einer Altlastenfläche der Stadt Gelsenkirchen wird, auf einer mit krebserregenden PAK Stoffen belastenen Fläche, ein Spielplatz für Kindergartenkinder errichet.
Nachqualifizierung Soziale Stadt Rotthausen:
Unter diesem Link sind das erstemal unter dem Punkt 3.1 mehr Details über die geplante Ausführung des Spielplatzes zu erkennen:
Hier wird das erstemal schiftlich ausgeführt, dass dieser Spielplatz eine Erweiterung des vorhandenen Kindergartens an der Weindorfstraße ist.
Zitat aus dem Bericht: Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Fläche im Zuge der umfänglichen Bergbaunutzung im Stadtteil Rotthausen Bodenbelastungen erfahren hat, die zur Aufgabe des Spielplatzstandortes geführt haben. Insofern lässt sich in diesem Fall durchaus von einer bergbaubedingten Infrastruktur-brache sprechen. Aufgrund der mangelnden Flächenverfügbarkeit im dicht bebauten Stadtteil Rott-hausen führte diese Situation über Jahre zu einem infrastrukturellen Versorgungsdefizit im Bereich öffentlicher Kinderspielplätze, auch wenn der Standort gleichsam als Zwischennutzung als zugängli-che Grünfläche bestand. Die Tatsache einer zu lösenden Belastungssituation in Verbindung mit feh-lenden Standortalternativen lässt sich als verminderte Wohnumfeldqualität und als behinderte städti-sche Entwicklung einordnen, vor allem auch weil die Bevölkerung seit Jahren auf eine Wiederöffnung der Fläche als öffentlicher Spielplatz drängt.
Man darf gespannt sein, was die Eltern der Kindergartenkinder dazu sagen, wenn ihre Kinder in dem kleinen Park spielen müssen.
Die eigentliche Spielfläche wird mit einer Sandaufschüttung versehen, der Rest des eingezäunten Bereichs – ohne irgendeine Behandlung – ist weiterhin für alle Kinder frei zugänglich!
Entwurfsplanung Spielplatz auf der Altlastenfläche:
in der letzten Bezirksversammlung Gelsenkirchen Süd am 5.11.2019 wurde unter anderem über die Vorlage 14-20/7924 der CDU-Bezirksfraktion gesprochen. Auf der Altlastenfläche „Park zwischen Weindorfstraße und Wembkenstraße“, die im Altlastenkataster der Stadt Gelsenkirchen unter der Nummer 52.023 geführt wird , soll ein Kleinkinderspielplatz für die Kinder des Kindergartens an der Weindorfstraße errichtet werden.
Von der Stadt, vertreten durch Frau Feldmann, wurde ausgeführt , dass der Spielplatz auf der am „geringsten belasteten“ Fläche hergestellt werden soll und die Fläche des Spielplatzes „saniert“ werden soll.
Dieser geplante Standort des Spielplatzes befindet sich tatsächlich genau auf der Fläche des 1992 gesperrten Kinderspielplatzes (siehe Auszug Anlage Spielplatz 1992 laut Bebauungsplan). Die Fläche wurde gesperrt, weil dort eine Belastung mit PAK-Stoffen festgestellt wurde.
Im gültigen Bebauungsplan Nr. 304 ist des weiteren beschrieben, dass man den zu errichtenden Kindergarten, der ursprünglich auf der Altlastenfläche geplant war, dort nicht errichtet, sondern an anderer unbelasteten Stelle erstellt. Der gültige Bebauungsplan spricht sich also explizit gegen jede Bautätigkeit in diesem Park aus und legt fest, dass diese Fläche auf den Zustand einer Grünanlage zurückgeführt wird, dies unter gutachterlicher Begleitung.
Viele PAK-Stoffe werden von der WHO und anderen Organisationen als krebserregend eingestuft. Weiterhin besteht das Risiko der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit.
Im Gegensatz zu früher weiß man heute, dass diese PAK-Stoffe noch Jahrzehnte aus dem belasteten Boden ausgasen. Kleinkinder, die sich überwiegend bodennah aufhalten, sind daher am meisten gefährdet, da sie PAK sowohl aus der Luft, als auch oral (Mund) und dermal (Haut) aufnehmen können. Es sind deshalb heutzutage mindestens Boden-Luft Gutachten erforderlich, um die Belastung nach heutigem Stand der Technik einschätzen zu können. Das Umweltbundesamt definiert zum Beispiel einen Wert von 2 mg/kg PAK-Trockenmasse für Kinderspielplätze.
Die Parkfläche, die nicht für den Spielplatz vorgesehen ist, wird dann zukünftig weiterhin mit krebserregenden Stoffen belastet sein und auch dann von den Kindergartenkinder – neben dem neu geplanten „sanierten“ Kleinkinderspielplatz – für das Spielen genutzt werden. Heute ist der kleine Park mit Bäumen und Sträuchern bewachsen und als Spielplatz wenig geeignet.
Im Wissen, dass man einen Kleinkinderspielplatz auf einer hoch belasteten Fläche errichtet, frage ich mich, wer dafür bereit ist die Verantwortung zu übernehmen.
Für das Gesamtprojekt sind 200 000 Euro im Jahr 2020 vorgesehen. Wenn man einmal so ein unübersichtliches und mit hohen finanziellen Risiken behaftetes Projekt anfasst wird schnell ein hohes finanzielles Desaster daraus. Ich vermute, dass von den Entscheidern noch keine Ortsbesichtigung erfolgt ist.
Ursprünglich wurde versprochen, dass die Anwohner über die Maßnahme im Detail informiert werden. Mittlerweile schwirren hier die wildesten Gerüchte herum. Die Eltern der Kindergartenkinder sind meines Wissens auch noch nicht darüber informiert, dass ihre Kinder demnächst in dem PAK-belasteten Park spielen sollen.
Ich bitte Sie den Vorgang zu prüfen, bevor Sie im Planungsausschuss dem Projekt ihre Zustimmung geben. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
ich habe im Namen der CDU-Bezirksfraktion Ihr Anliegen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 5.11. im Seniorenheim Schonnebecker Straße setzen lassen. Dort erwarten wir einen Sachstandsbericht, den Sie dort gerne mitverfolgen dürfen.
Im Nachgang zu meiner E-Mail vom 8.10.2019 wegen des geplanten Spielplatzes Rotthausen Ost habe ich zusätzliche Informationen im Rotthauser Netzwerk gefunden. Dort findet man unter der Überschrift „Stadterneuerung / Städtebauförderung – Vortrag Feldmann/Loch beim Rotthauser Netzwerk“ das erste mal eine Skizze (Seite 7) über den geplanten Standort des neues Spielplatzes (Die Datei im pdf-Format habe ich beigefügt).
Dieser geplante Standort befindet sich tatsächlich genau auf der Fläche des 1992 gesperrten Kinderspielplatzes (siehe Auszug Anlage Spielplatz 1992 laut Bebauungsplan). Die Fläche wurde gesperrt, weil dort eine Belastung mit PAK-Stoffen festgestellt wurde. Die Altlast wird mit der Nummer 52.023 im Altlastenkataster der Stadt Gelsenkirchen dokumentiert.
Viele PAK-Stoffe werden von der WHO und anderen Organisationen als krebserregend eingestuft. Weiterhin besteht das Risiko der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit.
Im Gegensatz zu früher weiß man heute, dass diese PAK-Stoffe noch Jahrzehnte aus dem belasteten Boden ausgasen. Kleinkinder, die sich überwiegend bodennah aufhalten, sind daher am meisten gefährdet, da sie PAK sowohl aus der Luft, als auch oral (Mund) und dermal (Haut)aufnehmen können. Es sind deshalb heutzutage mindestens Boden-Luft Gutachten erforderlich, um die Belastung nach heutigem Stand der Technik einschätzen zu können.
Es mutet schon seltsam an, dass in der ursprünglichen Planung der Bau des Kindergartens wie im Bebauungsplan unter 4.1.2 dokumentiert nicht „auf der hoch belasteten städtischen Grünfläche“ errichtet wurde, nun aber heute die Fläche nicht bebaut, sondern als Kleinkinder-Spielplatz des städtischen Kindergartens Weindorfstr. genutzt werden soll.
Sehr geehrter Herr Verse, vielen Dank für Ihre Info zum möglicherweise geplanten Spielplatz Weindorfstrasse. Da bisher nichts offiziell ist , werde ich für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung am 5. Nov. 2019 einen diesbezüglichen Sachstandsbericht von der Verwaltung beantragen. Dann muß die Verwaltung Farbe bekennen und alle kritischen Fragen beantworten.
mit Erstaunen habe ich in der aktuellen Ausgabe der Rotthauserpost gelesen, dass jetzt doch ein Spielplatz in dem kleinen Park zwischen Weindorfstraße und Wembkenstrasse angelegt werden soll.
In dem gültigen Bebauungsplan Nr. 304 der Stadt Gelsenkirchen ist unter dem Punkt 5.2.2. Öffentliche Grünfläche – Parkanlage / ehemaliger Kinderspielplatz aufgeführt dass dort auf dieser Fläche früher ein Kinderspielplatz war, der wegen Belastung des Bodens mit PAK Stoffen gesperrt wurde.
Auszug Pkt 5.2.2. des gültigen Bebauungsplanes:
Bereits Mitte 1992 wurde für diesen Bereich in einer durch akute Verdachtsmomente ausgelösten Untersuchung des Hygiene-Institutes in Gelsenkirchen eine Belastung des Bodens -mit PAk-Stoffen festgestellt. Daraufhin mußte das Kinderspielplatzgelände gesperrt werden. Derzeit wird dieser Bereich im Altlastenkataster-unter der Nr. 5223 geführt.
Der im Zusammenhang mit der Untersuchung der benachbarten Grundstücke auch hier beauftragte Gutachter kam zu folgenden Ergebnissen: Die Möglichkeit der oralen Aufnahme kontaminierten Bodens sollte durch geeignete Maßnahmen unterbunden werden. Dazu ist, außer einer „Totalsanierung“, auch eine Sicherungsmaßnahme ausreichend, durch die der kontaminierte Boden- nach Aufbringen einer Grabsperre – mit einer 30 cm dicken Schicht unbelasteten Boden- und Wegematerials abgedeckt wird.
Für den gesamten Bereich wird von der Stadt, auch wenn z.Z. noch keine ausreichenden Mittel bereitgestellt worden sind, die Rückführung der Anlage auf den Zustand einer Grünanlage (unter Einhaltung der gutachterlichen Auflagen und Sicherungsmaßnahmen) angestrebt,-insbesondere auch im Hinblick auf den Naherholungswert für das nachbarschaftliche Umfeld sowie den ökologisch und ästhetisch wertvollen und schönen Baumbestand.
Ich frage mich, wie die Eltern des Kindergartens Weindorfstraße – für den ja wohl hauptsächlich der Spielplatz errichtet werden soll – reagieren, wenn sie erfahren, dass ihre Kinder zukünftig auch auf Altlastenflächen spielen sollen?
Ferner habe ich von inoffizieller Seite erfahren, dass schon im Frühjahr 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden soll. Es besteht ja die Zusage, dass die betroffenen Anwohner vor Baubeginn über die Planung des Spielplatzes informiert werden sollen. Bis heute habe ich keine Einladung dazu gesehen. Mir ist auch von Nachbarn nicht bekannt, dass sie eine Einladung bekommen haben, im Gegenteil viele Nachbarn sind völlig überrascht über den geplanten Bau des Kinderspielplatzes. Niemand meiner Nachbarn kennt die Detailplanung und ist darüber informiert, welche Flächen für den Spielplatz vorgesehen sind. Manche vermuten das der ganze Park eingezäunt und als Erweiterung für den Kindergarten genutzt werden soll.
In der Hoffnung, dass Sie als Bezirksverordnete(r) Ordnung und Struktur in das Vorhaben bringen werden verbleibe ich mit freundlichem Gruß